Diese 10 Füssen Geheimtipps solltest du kennen
Füssen wird oft auf die berühmten Königsschlösser reduziert, dabei lohnen sich einige Füssen Geheimtipps. Wenn du nach Füssen kommst, fühlt es sich oft so an, als gäbe es nur einen Weg: den nach Neuschwanstein. Aber ganz ehrlich? Die echte Seele von Füssen findest du dort, wo die Reisebusse vorbeifahren. Ich habe dir hier meine persönlichen Highlights zusammengestellt – ausführlich, ehrlich und so, wie ich es dir für deinen Ausflug nach Füssen hilft.
1. Die Krypta von St. Mang – Ein Blick in die Ewigkeit
Jeder will in die berühmte Bibliothek (die auch wirklich toll ist!), aber die Krypta der Basilika St. Mang wird oft vergessen. Dabei findest du dort die ältesten erhaltenen Fresken Bayerns, die um das Jahr 1000 entstanden sind. Die Luft ist kühl, die Atmosphäre ehrfurchtgebietend. Es ist ein Ort, an dem man die Jahrhunderte förmlich atmen kann. –> St. Mang
2. Stille und Weitblick im Franziskanerkloster St. Stephan
Während das mächtige Kloster St. Mang mit dem Stadtmuseum kaum zu übersehen ist, liegt das Franziskanerkloster St. Stephan etwas versteckter am östlichen Rand der Altstadt. Es ist für mich ein absoluter Kraftort und einer der Füssen Geheimtipps. Wenn dir der Trubel in der Fußgängerzone zu viel wird, solltest du unbedingt den Klosterfriedhof besuchen. Er ist terrassenförmig angelegt und bietet einen der friedlichsten Aussichtspunkte, die du in Füssen finden kannst. Von den oberen Mauern des Friedhofs aus hast du einen wunderbaren Blick über das rote Dächermeer der Altstadt bis hinüber zu den Bergen, ohne dass dich der Lärm der Stadt erreicht. Die Klosterkirche selbst ist im Vergleich zu den anderen Prunkbauten eher schlicht, aber genau diese Schlichtheit strahlt eine unglaubliche Ruhe aus, die zum Innehalten einlädt. –> Franziskanerkloster
3. Prunkvolle Details und regionale Genüsse am Brotmarkt
Der Brotmarkt ist einer der ältesten Plätze Füssens, aber viele Leute laufen einfach nur darüber hinweg – ohne nach links oder rechts zu schauen. Dabei steht hier die Spitalkirche Heilig Geist, die von außen vielleicht recht unscheinbar wirkt. Aber ich sage dir, geh unbedingt hinein. Das Innere ist voll im Still des Rokoko – farbenfroh, prunkvoll und detailverliebt. Es ist ein faszinierender Kontrast zu der eher bodenständigen Architektur drumherum. Wenn du danach wieder ins Freie trittst, solltest du dir an einem der kleinen Stände oder in einer Bäckerei am Platz eine „Füssener Seele“ holen. Das ist ein traditionelles Dinkelgebäck mit Kümmel und Salz, das am besten schmeckt, wenn man es ganz entspannt auf einer Bank am Brunnen genießt und das Treiben auf dem Platz beobachtet.
4. Echtes Handwerk in der Brunnengasse und der Hinteren Gasse
Wenn du auf der Suche nach einem authentischen Mitbringsel bist oder einfach nur sehen willst, wie in Füssen heute noch gearbeitet wird, dann meide die Souvenirshops an der Reichenstraße. In den Seitengassen wie der Brunnengasse oder der Hinteren Gasse findest du noch echte Inhabergeführte Läden und kleine Galerien. Hier gibt es zum Beispiel winzige Manufakturen, die Zinnfiguren handbemalen, oder Keramikwerkstätten, in denen die Künstler oft noch selbst hinter dem Tresen stehen. Verpasse nicht diese Füssen Geheimtipps. Es ist dieses handwerkliche Erbe, das Füssen so nahbar macht, wenn man sich die Zeit nimmt, die Details an den Schaufenstern und Fassaden genauer zu betrachten.
5. Auf den Spuren der Stadtmauer zum Seilerturm
Füssen war im Mittelalter eine sehr gut befestigte Stadt. Wenn du mit offenen Augen durch die Gassen gehst, findest du überall Überreste dieser alten Wehranlagen. Besonders sichtbar wird das am Seilerturm. Er wirkt wie aus einem Märchen der Gebrüder Grimm entsprungen und ist heute in die privaten Gärten der umliegenden Wohnhäuser integriert. In der Nähe der Sebastianstraße kannst du an einigen Stellen sogar ein kurzes Stück direkt entlang der alten Stadtmauer laufen.
6. Der Kalvarienberg – Mein absoluter Favorit
Während sich auf der Marienbrücke die Leute gegenseitig auf die Füße treten, stehst du auf dem Kalvarienberg oft fast allein. Der Aufstieg beginnt direkt am Lechfall oder am Rande der Altstadt Füssen. Es geht über Stufen hinauf, vorbei an kleinen Kapellen. Aber die Belohnung ist unbezahlbar: Von der Plattform am Gipfel blickst du genau zwischen die beiden Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau hindurch. Du siehst die Seen glitzern und die Altstadt unter dir liegen. Ein kleiner Tipp am Rande: Nimm dir eine Brotzeit mit, es gibt kaum einen schöneren Platz für ein Picknick.
7. Der Baumgarten – Die Ruheoase hinter dem Schloss
Viele besichtigen das Hohe Schloss und gehen dann direkt wieder zurück in die Fußgängerzone. Ein Fehler! Wenn du hinter dem Schloss in den Baumgarten gehst, landest du in einem wunderbar gepflegten Park, der oft menschenleer ist. Geh bis ganz nach hinten zur Stadtmauer. Von dort aus blickst du direkt hinunter auf den Lech und das Viertel, das die Einheimischen „Venedig“ nennen. Es ist der perfekte Ort, um kurz durchzuatmen, wenn es in der Reichenstraße mal wieder zu wuselig ist.
8. Der Schwansee – Königliches Flair ohne Eintrittskarte
Der Schwansee liegt quasi im Schatten der Schlösser, wird aber von 90 % der Touristen ignoriert. Das ist dein Glück! Der Rundweg führt durch den Schwanseepark, der früher ein königlicher Garten war. Die Wege sind flach und perfekt zum Abschalten. Von der Südseite des Sees hast du einen der fotogensten Blicke auf Neuschwanstein, ganz ohne Selfie-Sticks im Bild. Viel Spaß mit diesem Füssen Geheimtipp. Im Sommer kannst du dort auch wunderbar baden – das Wasser ist herrlich erfrischend.
9. Bad Faulenbach – Das „Tal der Sinne“
Direkt am Rand der Altstadt beginnt dieses autofreie Tal. Es ist wie eine andere Welt. Hier findest du mit dem Mittersee und dem Obersee gleich zwei Füssen Geheimtipps. Es gibt Kneipp-Anlagen, Barfußpfade und jede Menge Schatten. Wenn du mit Kindern unterwegs bist oder einfach mal kühle Waldluft statt Stadtasphalt brauchst, ist das der Ort schlechthin. Mein Tipp: Probier mal die Natur-Kneippanlage aus – danach fühlen sich deine Füße an wie neu geboren.
10. Der winterliche Forggensee – Spaziergang auf dem Seegrund
Das ist ein echter Insidertipp für die kalte Jahreszeit. Der Forggensee Stausee wird im Winter abgelassen. Von etwa Mitte Januar bis März kannst du deshalb auf dem Seegrund spazieren gehen. Es ist schon etwas Besonderes, an Stellen zu stehen, die im Sommer metertief unter Wasser liegen. Du kannst dort alte Grundmauern entdecken und sogar die Trasse der römischen Via Claudia Augusta sehen. –> Forggensee Winter
Weiterführende Links
- Füssen Altstadt – das solltest du wissen
- Füssen Sehenswürdigkeiten – die sich lohnen
- Hohes Schloss – oberhalb des Klosters und sehr sehenswert

